Wir engagieren uns besonders für die Belange stark Sehbeeinträchtigter. Augenoptikermeister Benedikt Lommer ist ein geprüftes Mitglied im Low-Vision-Kreis – einem bundesweiten Zusammenschluss von spezialisierten Augenoptikern aus ganz Deutschland. Ständige Weiterbildung und Informationsaustausch ist für uns selbstverständlich.

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Für wen eignen sich vergrößernde Sehhilfen?

Die Vergrößerungsgeräte für ein besseres Sehen können sinnvoll sein, wenn bei einem Patienten die Sehschärfe relativ stark herabgesetzt ist und sich nicht durch eine „normale“ Brille wieder auf gute Werte bringen lässt. Das betrifft in der Regel Menschen mit einer Sehbehinderung. Vor dem Gesetze liegt eine Sehbehinderung vor, wenn die Sehschärfe auf dem besseren Auge 0,3 (entspricht 30 Prozent des Wertes eines gesunden Auges) oder geringer ist. Eine hochgradige Sehbehinderung oder eine Blindheit (im Sinne des Gesetzes) besteht entsprechend bei noch schlechteren Werten. Auch eventuelle Gesichtsfeldeinschränkungen spielen eine Rolle. Bei einer Blindheit nach der medizinisch-wissenschaftlichen Definition (Amaurose, keine Lichtwahrnehmung mehr) lässt sich durch vergrößernde Sehhilfen das Sehen nicht verbessern.

Sehbehinderung wird auch mit dem englischen Begriff „Low Vision“ bezeichnet, der frei übersetzt „schlechtes Sehen“ bedeutet. Der englische Ausdruck hat sich vor allem bei Augenärzten und Optikern sowie im Fachhandel für vergrößernde Sehhilfen durchgesetzt.

Erkrankungen, die zu einer Sehbehinderung führen können, sind unter anderem Diabetes (Zuckerkrankheit) an der Netzhaut des Auges (Diabetische Retinopathie), Altersbedingte Makuladegeneration (AMD, Zugrundegehen der Netzhautmitte), Grüner Star (Glaukom), Gefäßverschlüsse im Auge oder Erbkrankheiten. Daneben gibt es noch einige weitere Ursachen für schlechte Sehfähigkeit. Bei allen diesen Erkrankungen können im Prinzip vergrößernde Sehhilfen (Low-Vision-Geräte) eingesetzt werden. In der Mehrzahl der Fälle handelt es sich um ältere Personen, die solche Sehhilfen benötigen, es können aber nicht selten auch junge Menschen betroffen sein.

Welche Möglichkeiten zur besseren Ausnutzung der verbliebenen Sehschärfe gibt es?

Es gibt eine große Vielfalt an Vergrößerungsgeräten oder anderen Sehhilfen, die sehbehinderten Menschen für unterschiedliche Zwecke Unterstützung geben können. Welche Low-Vision-Geräte individuell für den Patienten sinnvoll sind, hängt von der Art der Sehbehinderung ebenso wie von der Lebensweise des Betroffenen ab. Meist ist die Möglichkeit zum Lesen von enormer Wichtigkeit, aber auch das Sehen in der Ferne kann eine große Bedeutung für den Patienten besitzen.

Lupen

Für ein vergrößertes Sehen in der Nähe, z. B. zum Lesen, können oft Lupen eingesetzt werden. Bewährt haben sich die Leselupen, die kostengünstig sind und bei vielen Anlässen einfach verwendet werden können. Sie haben zum großen Teil einen Stiel oder sind zum Aufklappen in einer Art Etui aufbewahrt (Taschenlupen). Meist weist eine Leselupe eine bis zu dreifache Vergrößerung auf. Dadurch, dass sie frei gehalten wird, muss der Benutzer eine relativ ruhige Hand haben.

Andere Lupen stehen fest über dem Gegenstand beziehungsweise dem Text, der erkannt werden soll. Beispiele dafür sind Lesegläser oder Lesesteine (Vergrößerungsgläser, die mit der Unterseite direkt aufgelegt werden) und Standlupen, die auf Standbeinen aufgestellt sind. Standlupen ermöglichen es auch, unter der Vergrößerung zu schreiben (z. B. beim Kreuzworträtsel). Die Vergrößerung ist bis zu sechsfach, manchmal sogar noch höher.

In die Lupe eingearbeitet kann auch eine Beleuchtung sein. Diese Leuchtlupen verbessern die Helligkeit direkt und können zusätzliche Vorteile beim Lesen oder Erkennen von kleinen Gegenständen bringen.

Lupenbrillen

Lupenbrillen sind aufgebaut wie Lesebrillen, sind aber wesentlich stärker geschliffen als herkömmliche Nahbrillen. Es entsteht eine Vergrößerung, die ein Viertel der Dioptrienzahl (Plusgläser) beträgt, also z. B. eine fünffache Vergrößerung bei + 20 Dioptrien. Dadurch, dass die Betrachtung in nächster Nähe stattfindet, müssen die Augen stark nach innen bewegt werden. Um dies zu vermeiden, werden in die Gläser der Lupenbrille Prismen (keilförmige Anteile) eingearbeitet, die die Lichtstrahlen entsprechend ablenken.

Bildschirmlesegeräte und andere elektronische Sehhilfen

Heutzutage kommen immer mehr vergrößernde Sehhilfen zum Einsatz, die auf elektronische Weise arbeiten. Dazu gehören unterschiedliche Lesegeräte mit kleineren oder größeren Bildschirmen, auf denen die mit der integrierten Kamera aufgenommenen Objekte beziehungsweise Texte vergrößert dargestellt werden. Bildschirmlesegeräte gibt es als Variante für zu Hause und für unterwegs. Die Vergrößerung kann bis zu 20fach oder noch stärker sein. Die Stromversorgung erfolgt in der Regel mit einem Akku oder zu Hause auch über die Steckdose. Lesegeräte können auch an den Computer angeschlossen werden.

Ähnliche Bildschirmlesegeräte gibt es auch zum vergrößernden Blick in die Ferne (vor allem zumFernsehen).

Auf dem PC ist es möglich, die Schrift zu vergrößern, damit sehbehinderte Menschen gut lesen können. Selbstverständlich können auch Bilder größer gemacht werden. Im Fernsehgerät kann des Weiteren ein eingebauter Zoom das Bild vergrößern.

Fernrohre, Ferngläser und Fernrohrbrillen

Für verbessertes Sehen in der Ferne gibt es optische Geräte, die ähnlich wie herkömmliche Fernrohre oder Ferngläser aufgebaut sind. Häufig verwendet werden Fernrohrbrillen. Das sind Brillengestelle, an denen Fernrohrsysteme angebracht sind. Sie ermöglichen das bessere Erkennen z. B. auf dem Fernsehbildschirm, im Kino oder Theater sowie auch von Schrift auf der Tafel in der Schule. Nähere Objekte können ebenfalls besser erkannt werden. Für die räumliche Orientierung beziehungsweise beim Gehen sind Fernrohrbrillen allerdings weniger geeignet. Hier sind handliche Fernrohre empfehlenswert, die bei Bedarf (Erkennen von Aufschriften, Straßenschildern, Ampeln) vor ein Auge gehalten werden können.

Sind an einer Fernrohrbrille zusätzlich Lupen angebracht, so handelt es sich um eine Fernrohrlupenbrille. Hiermit kann eine hohe Vergrößerung erreicht werden.

Weitere Produkte für Sehbehinderte

Für Menschen, die nur noch eine geringe Sehschärfe haben, finden sich neben den vergrößernden Sehhilfen weitere Hilfsmittel. Beispiele dafür sind Bücher im Großdruck, Telefone mit großen Tasten, Uhren mit großer Anzeige und Ähnliches. Sinnvoll sind auch akustische Hilfsmittel, z. B. Vorleseprogramme im Computer oder Geräte mit Sprachausgabe.

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